Dienstag, 23. April 2013

[Buchvorstellung] Stephen King - Shining

Eine sehr alte Ausgabe - wie ihr sehen könnt
Originaltitel: The Shining
Seitenzahl: 624 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN:
978-3434130085

Inhalt:
Jack Torrance, Schriftsteller, nimmt einen Job als Hausmeister im Overlock-Hotel an. Dieses Hotel liegt irgendwo in den Rocky Mountains und ist im Winter selbst mit einem Schneemobil nur noch schwer zugänglich.
Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny möchte Jack den Winter in dem Hotel verbringen, doch es geschehen seltsame Dinge, die nicht nur Danny Angst machen.

Meine Meinung:
Dieses Buch stand schon lange auf meiner Leseliste, erst recht nachdem ich den Film gesehen hatte. Da ich mich als kleiner Stephen King-Fan outen muss, war es natürlich ein weiterer Grund, weshalb ich dieses Buch unbedingt mal lesen musste. Jetzt war es also so weit.

Und ich wurde auf keinen Fall enttäuscht.
Jack, der vorher als Lehrer gearbeitet hat, musste lange Zeit mit seiner Alkoholsucht kämpfen und sein eines Schreib-Projekt lässt ihm auch keine Ruhe. Um wenigstens noch irgendwie an Geld zu kommen, nimmt er den Job im Overlock-Hotel an und hofft dort, seiner Familie wieder näher zu kommen und sein Stück fertig zu schreiben. Aber man kann sich denken, das dies alles nicht so verläuft, wie es sein soll. Immerhin sprechen wir hier von Stephen King.
Durch den kleinen Danny, der immer wieder Vision hat, bekommt man auch ziemlich schnell einen Einblick, was einen erwartet. Nicht ganz genau, aber es werden genug Andeutungen gemacht, so dass man immer wieder weiter lesen möchte, auch wenn King mal wieder eine etwas langatmige Passage zwischen schiebt.
Ja, die gibt es wie in jedem Stephen King-Buch, das ich bis dato gelesen habe, auch in diesem hier. Wobei sie hier nur wenig gestört haben. Dadurch erfährt man einfach noch viel mehr von den Charakteren, deren Gefühle und Gedanken und kann sich als Leser ein viel besseres Bild von der kompletten Situation machen, in der die Familie sich befindet.
Der Autor schafft es durch dieses klare Bild, das ich hatte, auch den Wandel der Charaktere perfekt einzuleiten und schlüssig durchzuführen. Vor allem in diesem Fall Jack Torrance.

Außerdem spielt Stephen King auch in diesem Buch wieder mit einigen übernatürlichen Szenarien, aber auch die fügen sich in das Gesamtbild wunderbar ein und wirken überhaupt nicht fehl am Platz.
Was mir an dieser Stelle besonders gut gefallen hat, ist die Verwischung der Grenzen zwischen Traum, Wirklichkeit und Wahnvorstellung. Man muss als Leser irgendwie selbst entscheiden, was nun zu welchen Dingen gehört, ist sich vielleicht selbst irgendwann nicht mehr sicher, weil man ebenfalls in den Fängen des Overlock-Hotels gefangen ist und schon hat das Buch einen in den Bann gezogen.
Ein weiteres Detail, das mir sehr gefallen hat, ist der Perspektivenwechsel. Man erhält die unterschiedlichsten Einblicke in das Geschehen, wodurch es vielleicht noch plastischer und echter wirkt. Wendy, Danny, Jack und Dick Hallorann (der Koch des Overlocks) zeigen dem Leser alle ihre Gedanken und Gefühl und vor allem zum Ende hin bringt dieser Wechsel zwischen den Figuren zusätzlich Spannung ein.

Fazit:
Ein spannendes Buch mit tollen Charakteren und einer soliden Geschichte über ein selstsames Hotel irgendwo in  den Bergen. Durchaus eins der starken Werke von Stephen King und ich möchte es wirklich nur wärmsten empfehlen. Für alle, die spannende und etwas abgedrehte Bücher mögen, ist dies genau das richtige.
Von mir gibt’s 4,5 von 5 Sternen, aufgrund der doch hin und wieder etwas langen Passagen.

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