Sonntag, 28. April 2013

[TAG] Persönliches


Hej zusammen,
Ich wurde von der lieben Krys von Traumweltenwandlerin getaggt. Ich musste neun persönliche Fragen beantworten und hier kommen auch schon meine Antworten.

1. Welches ist dein größtes Laster?
Ich schiebe alles auf. Wirklich alles. Zählt das überhaupt als Laster? Egal! Wenn ich auf irgendetwas keine Lust habe, dann schiebe ich es vor mir her. Der Berg wird immer größer und plötzlich fällt dann auch mal etwas herunter und ich bekomme ein bisschen Panik, dass er komplett zusammenbricht. Erst wenn das geschieht, fange ich etwas zu erledigen. Schrecklich ...

2. Wer ist dein Vorbild? 
Mhm, das ist eine schwere Frage. Ich glaube nicht, dass ich ein richtiges Vorbild habe. Ich bewundere Menschen, die etwas außergewöhnliches geleistet haben oder etwas mit ihrem Handeln zum Guten wenden konnten. Aber eine bestimmte Person kann ich da nicht nennen. 

3. Wenn du dir eine Zauberkraft aussuchen dürftest, welche würdest du wollen?
Zeitreisen wäre schon irgendwie cool. Aber praktische wäre es auch, wenn mit einem Schnipsen die lästige Hausarbeit erledigt wäre. Zum Beispiel Geschirr spülen, Wäsche waschen und bügeln, putzen etc. Ja, ich weiß, dass ich faul bin.
Aber ich glaube, am liebsten würde ich mich glaube ich unsichtbar machen können. Dann könnte man hier und da mal Mäuschen spielen, das wollte ich schon immer mal machen.

4. Was bedeutet Glück für dich?
Für mich gibt es nicht das "perfekte Glück", beziehungsweise das "ewig andauernde Glück". Dafür gibt es einfach im Alltag zu viele Dinge, die schief laufen können. Aber es ist schön, wenn man immer wieder ein paar Momente hat, die einen glücklich machen und sei es nur ein Lächeln von einem Passanten auf der Straße, das vielleicht nicht mal einem selbst gegolten hat. Diese kleinen Momente sollte man meiner Meinung nach so gut es geht genießen und schätzen.

5. Ist das Glas halbvoll oder halbleer?
Halbvoll. Ich denke schon, dass ich ziemlich positiv eingestellt bin und versuche allem etwas Gutes abzugewinnen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Aber das ist normal.
Witzigerweise sage ich im alltäglichen Sprachgebrauch immer, dass das Glas "halbleer" ist. Hat das etwas zu bedeuten? :D

6. Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Bei solchen Fragen tue ich mich immer etwas schwer. Ich könnte jetzt sagen, ich wünsche mir einen guten und spaßigen Job, ein Haus, eine Familie, ein Auto, blablabla. Naja. Ich weiß es nicht, wir werden sehen, wo ich dann sein werde ;)

7. Dein größtes Erfolgserlebnis ist ...?
Ich glaube, dass ich mein Abitur geschafft habe. Darauf bin ich schon irgendwie stolz und ohne das Abi hätte ich jetzt nicht das machen können, was ich jetzt mache.

8. Wie lautet dein Lebensmotto?
Ah, ich weiß es nicht ... Ich glaube, ich habe kein Lebensmotto. Es gibt so viele Sprüche, die ich schön finde und die ich hier wohl einfügen könnte, aber einen expliziten habe ich leider nicht. Vielleicht: Just follow your heart and keep smiling. 

9. Was inspiriert dich?
Da gibt es eine Menge Dinge: Musik, Filme, Bücher, Kunstwerke, Fotos, etc.
Es muss mich einfach irgendwie begeistern können und mein Interesse wecken.

Es hat Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten, auch wenn es manchmal gar nicht so einfach war und ich ein bisschen überlegen musste, aber sei's drum. Eigentlich müsste ich jetzt noch jemanden taggen, aber da der TAG schon etwas älter ist, werde ich ihn jetzt einfach mal so stehen lassen und wer die Fragen noch beantworten möchte, darf das natürlich gerne tun. :)

Dienstag, 23. April 2013

[Buchvorstellung] Stephen King - Shining

Eine sehr alte Ausgabe - wie ihr sehen könnt
Originaltitel: The Shining
Seitenzahl: 624 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN:
978-3434130085

Inhalt:
Jack Torrance, Schriftsteller, nimmt einen Job als Hausmeister im Overlock-Hotel an. Dieses Hotel liegt irgendwo in den Rocky Mountains und ist im Winter selbst mit einem Schneemobil nur noch schwer zugänglich.
Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny möchte Jack den Winter in dem Hotel verbringen, doch es geschehen seltsame Dinge, die nicht nur Danny Angst machen.

Meine Meinung:
Dieses Buch stand schon lange auf meiner Leseliste, erst recht nachdem ich den Film gesehen hatte. Da ich mich als kleiner Stephen King-Fan outen muss, war es natürlich ein weiterer Grund, weshalb ich dieses Buch unbedingt mal lesen musste. Jetzt war es also so weit.

Und ich wurde auf keinen Fall enttäuscht.
Jack, der vorher als Lehrer gearbeitet hat, musste lange Zeit mit seiner Alkoholsucht kämpfen und sein eines Schreib-Projekt lässt ihm auch keine Ruhe. Um wenigstens noch irgendwie an Geld zu kommen, nimmt er den Job im Overlock-Hotel an und hofft dort, seiner Familie wieder näher zu kommen und sein Stück fertig zu schreiben. Aber man kann sich denken, das dies alles nicht so verläuft, wie es sein soll. Immerhin sprechen wir hier von Stephen King.
Durch den kleinen Danny, der immer wieder Vision hat, bekommt man auch ziemlich schnell einen Einblick, was einen erwartet. Nicht ganz genau, aber es werden genug Andeutungen gemacht, so dass man immer wieder weiter lesen möchte, auch wenn King mal wieder eine etwas langatmige Passage zwischen schiebt.
Ja, die gibt es wie in jedem Stephen King-Buch, das ich bis dato gelesen habe, auch in diesem hier. Wobei sie hier nur wenig gestört haben. Dadurch erfährt man einfach noch viel mehr von den Charakteren, deren Gefühle und Gedanken und kann sich als Leser ein viel besseres Bild von der kompletten Situation machen, in der die Familie sich befindet.
Der Autor schafft es durch dieses klare Bild, das ich hatte, auch den Wandel der Charaktere perfekt einzuleiten und schlüssig durchzuführen. Vor allem in diesem Fall Jack Torrance.

Außerdem spielt Stephen King auch in diesem Buch wieder mit einigen übernatürlichen Szenarien, aber auch die fügen sich in das Gesamtbild wunderbar ein und wirken überhaupt nicht fehl am Platz.
Was mir an dieser Stelle besonders gut gefallen hat, ist die Verwischung der Grenzen zwischen Traum, Wirklichkeit und Wahnvorstellung. Man muss als Leser irgendwie selbst entscheiden, was nun zu welchen Dingen gehört, ist sich vielleicht selbst irgendwann nicht mehr sicher, weil man ebenfalls in den Fängen des Overlock-Hotels gefangen ist und schon hat das Buch einen in den Bann gezogen.
Ein weiteres Detail, das mir sehr gefallen hat, ist der Perspektivenwechsel. Man erhält die unterschiedlichsten Einblicke in das Geschehen, wodurch es vielleicht noch plastischer und echter wirkt. Wendy, Danny, Jack und Dick Hallorann (der Koch des Overlocks) zeigen dem Leser alle ihre Gedanken und Gefühl und vor allem zum Ende hin bringt dieser Wechsel zwischen den Figuren zusätzlich Spannung ein.

Fazit:
Ein spannendes Buch mit tollen Charakteren und einer soliden Geschichte über ein selstsames Hotel irgendwo in  den Bergen. Durchaus eins der starken Werke von Stephen King und ich möchte es wirklich nur wärmsten empfehlen. Für alle, die spannende und etwas abgedrehte Bücher mögen, ist dies genau das richtige.
Von mir gibt’s 4,5 von 5 Sternen, aufgrund der doch hin und wieder etwas langen Passagen.

Sonntag, 7. April 2013

[Buchvorstellung] Yann Martel - Schiffbruch mit Tiger


Originaltitel: Life of Pi
Seitenzahl: 382 Seiten
Verlag:
Fischer
ISBN:
978-3596156658

Inhalt:
Pi Patel ist der Sohn eines indischen Zoobesitzers.
Als der Zoo seines Vaters umziehen soll, geht das Schiff aus ungeklärten Gründen unter und Pi findet sich mit einer Hyäne, einem Orang-Utan Weibchen, einem Zebra und einem bengalischen Tiger auf einem Rettungsboot wieder.
Bald sind nur noch Pi und der Tiger Richard Parker an Bord und erleben eine unglaubliche Reise über den Ozean. 

Angst ist der einzige echte Feind des Lebens. Nur Angst kann das Leben bezwingen. Angst ist ein kluger, raffinierter Gegner, das weiß ich aus Erfahrung. Sie kennt keine Moral, akzeptiert kein Gesetz und keine Konvention, sie ist unerbittlich. Sie sucht sich bei jedem den schwächsten Punkt und findet ihn ohne Mühe. Sie beginnt ihren Angriff im Kopf, immer.

ACHTUNG! Es sind Spoiler enthalten!
Meine Meinung:
Als ich den Film im Kino gesehen hatte, war für mich sofort klar, dass ich auch das Buch lesen muss. Eine so unglaubliche Geschichte, die in einem Film schon super dargestellt wurde, muss doch auch in einem Buch wunderschön beschreiben sein.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich bin immer noch begeistert von der Geschichte, den Charakteren, dem Schreibstil.
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, in dem der erste sich um Pi Patels Vergangenheit dreht. Er gibt dem Leser die unterschiedlichsten Informationen zu Zoos im Allgemeinen und zu dem seines Vaters, in dem er mit seinem Bruder aufwächst. Man erfährt, wie er als Junge wegen seines Namens - Piscine Molitor Patel - gehänselt wurde und wie er sich den Spitznamen Pi Patel erkämpft hat. Und das wichtigste wahrscheinlich in diesem Teil sind die vielen Passagen zur Religion, denn Pi ist Hindu, Christ und Muslim.
Vielleicht wirken diese Erklärung für manche etwas langatmig, aber ich finde, dass Martel es hier ganz klar mit seinem Stil wieder wettmacht. Ich finde einfach, dass er auch längste Erklärungen interessant gestaltet und so schön umschreibt, dass man sich wünscht, es würde nie aufhören.

Und was für eine. Das Erste, was mich fesselte, war, dass sie so unglaublich war. Was? Die Menschen sündigen, und Gottes Sohn zahlt die Zeche dafür? Ich stellte mir vor, wie Vater zu mir sagte: »Piscine, heute hat sich ein Löwe in die Lamagrube geschlichen und zwei Lamas gerissen. Gestern musste ein Rehbock dran glauben. Vorige Woche haben zwei von ihnen ein Kamel gefressen. Die Woche davor waren es Marabus und Graureiher. Und wer weiß, wer wirklich unseren Goldhasen geholt hat. So geht das nicht weiter. Es muss etwas geschehen. Die Löwen können ihre Sünden nur büßen, wenn sie als Nächsten dich fressen«
»Das hast du Recht, Vater, das ist ja nur logisch und vernünftig. Ich wasche mir noch eben die Hände.«

Noch passender ist der Stil dann später, wenn Pi auf dem Rettungsboot mit Richard Parker gefangen ist und dort Schildkröten und Fische fängt, den Tiger versucht zu dressieren und eine wundersame Insel entdeckt.
Die ganze Zeit fiebert man mit Pi mit, verliert die Hoffnung, sobald auch er wenig Hoffnung verspürt und gewinnt sie neu, wenn er sie wiederfindet. Pi ist ein Charakter voller Mut, Kraft und Hoffnung und ich habe ihn wirklich dafür bewundert. Immer wieder habe ich mir gedacht, dass ich das nicht schaffen würde, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre.
Ein weiterer Charakter, der mir wirklich sehr ans Herz gewachsen ist, ist Richard Parker. Wie verwunderlich, war er doch zeitweise Pis einziger Begleiter.
Nein, aber ich hatte auch zwischenzeitlich wirklich das Gefühl, dass es sich bei Richard Parker nicht um einen Tiger handelt, sondern um einen Menschen. Man hat einfach diese starke Beziehung, die Pi zu ihm aufgebaut hat, nachvollziehen können. Ein weiteres Detail, das Martel sehr gelungen ist und sicherlich nicht gerade einfach. Denn hätte der Tiger keinen Charakter gehabt, wäre das Buch wohl nicht sonderlich interessant gewesen.

Ein weiterer sehr interessanter Punkt: Ist alles Fiktion oder ist es Pi wirklich so passiert? Martel hat es geschafft, dass ich die Geschichte geglaubt habe, dass ich ihm jedes noch so seltsame Detail abgekauft habe und vollkommen gefangen war.
Zum Ende erzählt Pi noch eine zweite Geschichte - ohne Tiere. Welche nun die „wahre“ Geschichte ist, kann jeder Leser für sich entscheiden. Viel interessanter finde ich die Parallelen zwischen den Figuren der beiden Geschichte. Jedes Tier das in Pis erster Geschichte eine Rolle spielt und auf dem Boot gefangen ist, kann mit einem der Menschen der zweiten Geschichte gleichgesetzt werden. Ein Phänomen, das mit wirklich sehr gut gefallen hat.    

Gibt es ein abscheulicheres Verbrechen als den Walfang?

Fazit:
Insgesamt kann ich das Buch wirklich empfehlen. Jedenfalls an alle, die eine unglaubliche Geschichte mit einem schönen Stil lesen möchten. Leute die Spannung und Action mögen, sollten lieber die Finger von dem Buch lassen. Es ist spannend, aber auf eine ganz andere Weise als ein Krimi oder Thriller.
Von mir gibt es fünf von fünf Sternen.