Montag, 18. März 2013

[Filmvorstellung] Mein Freund der Delfin

Bildquelle


Originaltitel: Dophin Tale
Erscheinungsjahr: 2011
Laufzeit: ca. 113 Minuten
Altersfreigabe:
ab 0 Jahren freigegeben

Inhalt:
Es sind Sommerferien in Clearwater, Florida und Sawyer muss trotzdem zur Schule, denn seine Noten sind mehr als schlecht. Auf dem Weg begegnet er am ersten Tag einem aufgeregten Fischer, der einen verletzten Delfin entdeckt hat. Sawyer befreit das junge Weibchen und bleibt bei ihr, bis die Helfer des Meereshospitals ankommen.
Ab da beginnt eine unglaubliche Geschichte. Winter, so wird der Delfin genannt, muss die Schwanzflosse amputiert werden und sie beginnt eine neue Schwimmart zu entwickeln. Diese schädigt allerdings ihre Wirbelsäule, was Sawyer und die Mitgleider des Meereshospitals dazu veranlasst, nach einer Lösung zu suchen.
 

Hintergrund:
Der Film beruht auf eine wahre Begebenheit.
Im Winter wurde das junge Delfin-Weibchen im US-Bundesstaat Florida gefunden und war ebenfalls durch eine Fischreuse an der Flosse verletzt worden. Winters Flosse fiel durch die fehlende Durchblutung ab und die Mitarbeiter des Clearwater Marine Hospitals suchten über ein Jahr lang nach einer passenden Prothese für Winter. Zusammen mit vielen Wissenschaftlern schafften sie es auch und heute kann man immer noch auf der Website seewinter.com vieles über den Delfin erfahren und ihn über eine installierte Kamera beobachten.
Der Film bedient sich einigen dramaturgischen Mitteln, wie zum Beispiel der starken Konzentration auf die Familie und die finanzielle Situation des Clearwater Marine Hospitals.

Meine Meinung:
Endlich habe ich es auch geschafft, diesen Film zu gucken.
Er ist wunderschön und ergreifend, viel mehr kann man da wohl kaum zu sagen. Vor allem die ganze Zeit mit dem Hintergrund, dass sich alles auf eine wahre Begebenheit bezieht, macht das ganze für mich emotionaler noch viel dichter. Vor allem aber auch, weil die Schauspieler sehr überzeugend gespielt haben.
Nathan Gamble spielt den kleinen Sawyer, der zu Beginn nur drinnen sitz, seinem Cousin, der zur Armee geht, nachtrauert und schulisch überhaupt nicht klar kommt, findet in Winter eine ganz neue Aufgabe und blüht vollkommen in der Pflege um den Delfin auf. Allein schon diese Entwicklung ist wunderschön anzusehen und immer wieder zaubert der kleine Sawyer dem Zuschauer ein Lächeln auf den Lippen.
Winter selbst wird von eben dieser gespielt, deshalb kam einem das eigentliche Delfin-Baby, das gefunden wurde, auch ziemlich groß vor. Aber was soll man machen, man kann sie ja schlecht wieder schrumpfen lassen. Ich finde es aber unglaublich, dass sie bei diesem Film ebenfalls mitgespielt hat, wenn auch sicherlich einige Szenen computeranimiert waren, wobei ich da keine sagen könnte, bei der das der Fall ist.
Morgan Freeman als Dr Cameron McCarthy ist auch unglaublich super. Er, der eigentlich Prothesen für Menschen herstellt, nimmt die Aufgabe, die Sawyer im stellt, liebend gern an und arbeitet verbissen daran, bringt aber immer wieder mit einigen Kommentaren Witz in ernste Situationen. Dies aber auf so gekonnte Art und Weise, das es nicht übertrieben scheint.
Als letztes möchte ich noch Harry Connick junior erwähnen, der Dr. Clay Haskett spielt, und zum Vorstand des Marinehospitals gehört. Auch er spielt seine Figur wirklich überzeugend und auch wenn man ihn für sein Aufgeben am Ende am liebsten eine Knallen würde, schließt man ihn trotzdem ins Herz.

Mich hat der Film immer wieder zu Tränen gerührt, sei es nun, weil ich mich so gefreut habe, dass Winter auch ohne Schwanzflosse schwimmt oder aber weil es so traurig war, dass das Hospital verkauft werden musste. Es gab eine Menge schöner Szenen und auch die Gesamtaussage des Films ist wirklich gelungen verarbeitet.
Familie ist das wichtigste im Leben und zweitens wäre da noch: Man muss kämpfen und darf nie aufgeben, denn nur so kommt man ans Ziel.

Fazit:
Ein wunderschöner Film über Familie und darüber, wie schwer es ist, manchmal weiter zu kämpfen und nicht aufzugeben. Natürlich ist der Film auf Kinder als Publikum zugeschnitten, aber trotzdem kann er mit vielen dramaturgischen Mitteln überzeugen. 5 von 5 Sternen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen