Mittwoch, 4. Dezember 2013

[Rezept] Weihnachtstaler

Hej ihr Lieben,

Schon vor ein paar Tagen gab es hier ja ein Rezept für Weihnachtsplätzchen. Diesmal gibt es noch mal eins. Da ich gerade frei habe, habe ich genug Zeit zum Backen und nutze das dieses Jahr mal aus.


Auch diesmal sind die Plätzchen super einfach. Man braucht dafür nicht viel und eigentlich ist der Teig sogar sehr ähnlich wie bei den "Engelsäuglein" vom letzten Post.
Das, was man für den Teig benötigt, ist folgendes:

250g Mehl
250g Butter
100g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker

Und wer möchte kann auch noch etwas Kakaopulver hinzugeben. Dann werden es Schokotaler. Ich hätte es gern ausprobiert, leider hatte ich keinen Kakao da ... Nun ja.

Die Zutaten werden zumindest - wie immer - zusammen in eine Schüssel gegeben und verrührt. Falls ihr keinen Mixer oder Hndrührgerät oder so was habt, geht es auch prima mit den Händen. Allerdings ist da zu empfehlen, die Butter kurz zu erwärmen bis sie komplett flüssig ist.
Danach kann der Teig direkt zu kleinen Kugel geformt werden und dann werden diese mit einer Gabel auf einem Backblech platt gedrückt.  Dann bekommt ihr nämlich diese Rillen rein.

Ansonsten ist nicht viel mehr zu tun. Die Kekse müssen ca. 10-15 Minuten in den Backofen und wenn sie dann abgekühlt sind, kann man sie gleich essen.
Simpel, aber lecker.

P.S.: Wie ich schon sagte, ist der Teig dem der Engelsäuglein sehr ähnlich. Ich habe mit diesem Teig auch noch mal die Engelsaugen gebacken und muss sagen, dass es besser geklappt hat. Der Teig ist nicht so bröckelig wie der aus dem Rezept vom letzten Post.

Ergebnis mit dem hier vorgestellten Teig
Liebe Grüße und auch hier viel Spaß beim Backen.
Eine schöne Vorweihnachtszeit!
Jojo

Samstag, 30. November 2013

[Rezept] Engelsäuglein




Die Vorweihnachtszeit steht vor der Tür. Morgen ist bereits der erste Advent. In den Städten haben die Weihnachtsmärkte ihre Türen geöffnet und man kann sich zu einem Glühwein  und einer Bratwurst mit Freunden treffen. In den Häusern leuchten Kerzen und die Weihnachtsbeleuchtung und es warten jede Menge Kekse.
Einige haben sicherlich schon etwas eher angefangen zu backen. Ich habe es erst heute geschafft. Aber für morgen wartet dann ein schönes 1. Advents-Kaffeetrinken mit selbstgebackenen Keksen.

Vielleicht kennen einige sogar "Engelsäuglein". Das sind neben Spritzgebäck meine allerliebsten Kekse. Das gute ist, dass sie ziemlich einfach sind und man sie auch ohne große Küchenausstattung backen kann. Das einzige, was man an Zutaten benötigt, ist das hier:
240 g Mehl
150 g Butter
2 Eier, davon nur das Eigelb
70 g Zucker
1 Päckchen Vanillinzucker
1 Prise Salz
Konfitüre
Puderzucker

Alle Zutaten, außer die Konfitüre und den Puderzucker, in eine Schüssel geben und gut vermischen. Das geht schnell mit einem Rührgerät, hat man allerdings gerade keins zur Hand funktioniert es auch gut mit den Händen. Dafür sollte aber die Butter auf jeden Fall kurz in einem Topf erwärmt werden, damit sie besser verknetet werden kann. 
Danach soll der Teig laut Rezept ein bis zwei Stunden ruhen. Aber es klappt auch, wenn man direkt anfängt. Ich habe dieses Mal nicht gewartet und sehe bei meinen Keksen keinen Unterschied. Also wie man gern möchte. 

Jetzt wird der Teig zu kleinen Kugeln geformt. Um sie ungefähr alle gleich groß zu machen, kann man gut einen Esselöffel nehmen und so immer etwa die gleiche Menge Teig zu einer Kugel formen. Die Kugeln natürlich auf einem Backblech mit Backpapier auslegen und dann kleine Löcher hineindrücken. Eigentlich sind es nur Kuhlen, da man auf keinen Fall komplett durchstechen darf.  Am besten geht es mit dem Stiel eines Holzlöffels, den man auch noch mit Mehl bestreichen kann. 
Wenn dann alle Kugeln geformt sind, kommt in die Kuhlen die Marmelade. Funktioniert super mit einem Spritzbeutel, aber natürlich auch mit einem Teelöffel. 

Der Backofen sollte bereits auf ca. 200°C (bei Umluft 180°C) vorgeheizt werden. Wenn der Ofen vorheizt ist, sollten die Engelsäuglein eigentlich nach ca. 10 bis 15 Minuten fertig sein. Wenn der Ofen nicht vorgeheizt ist (so wie bei mir immer), kann es auch durchaus etwas länger dauern.

Sind sie dann endlich fertig, müssen sie nur noch abkühlen, mit Puderzucker bestreut werden und das war's dann auch schon. 

Guten Appetit und morgen einen schönen ersten Advent. 
Liebe Grüße

Mittwoch, 20. November 2013

[Auslandssemester] mat och dryck


 Hej allihopa,

Jedes Land hat seine ganz eigenen Ess- und Trinkgewohnheiten und findet man auch in schwedischen Supermärkten eine Menge, die man in Deutschland nicht finden kann.
Ich dachte mir, es wäre ganz interessant, diese teilweise etwas sehr seltsamen Produkte vorzustellen.

(Achtung Schleichwerbung :P)

Nummer 1: Kaviarpaste
Das findet man in allen möglichen Ausführungen. Hier handelt es sich jetzt, wie man lesen kann, um das Original und um die, ich würde sagen, die typischte Marke. Es ist nicht wirklich was anderes als Kaviar in Tuben. Man isst es entweder auf dem Brot oder - so wie ich es probiert habe - auf einem gekochten Ei. Ob es schmeckt? Kann ich nicht unbedingt sagen. Es schmeckt eben fischig.
Bewertung: 1 von 5 Sternen





Nummer 2: Wasser mit Pfefferkuchengeschmack
Ja, ihr habt richtig gelesen. In Schweden gibt es Wasser mit Geschmack nach Pfefferkuchen. Ich hab mich sehr gewundert, als ich das gesehen haben und musste es irgendwie gleich mal probieren und es schmeckt genauso abartig, wie man es sich wohl vorstellt. Die Schweden haben generell - wie soll ich es ausdrücken - ein kleines Problem, mit ihrem Wasser. Es gibt Wasser mit Zitronen-, Mango-, Wassermelone-Geschmack und noch ne Menge anderes. Und im Winter eben auch Pfefferkuchen. Das schlimmste ist wohl dabei der Nachgeschmack.
Bewertung: 1 von 5 Sternen










Nummer 3: Julmost
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was das genau ist. Es schmeckt aber erstaunlich gut. Eigentlich ist es nur Wasser, Zucker und natürliches Hopfen- und Malzaroma. Man kann sich wahrscheinlich schon denken, dass es extrem süß schmeckt und das kann ich nur bestätigen. Leider kann ich es nicht wirklich mit einem deutschen Produkt oder irgendeiner anderen Sache vergleichen. Es hat einen sehr eigenen Geschmack.
Bewertung: 3 von 5 Sternen












Nummer 4: Marmelade in Wurstform
Es ist stinknormale Marmelade, aber ich habe noch nie vorher gesehen, dass sie in so einer komischen Wurstform verkauft wird, deshalb ist sie mit aufgenommen worden. Es gibt generell sehr viele Marmeladen, aber eben auch welche in dieser Verpackung. Diese hier schmeckt wie normale Himbeermarmelade, aber die Verpackung ist ziemlich unpraktisch. Mittlerweile habe ich alles in eine Tupperschale umgefüllt - was soll man machen.
Bewertung: 3 von 5 Sternen (weil es so extrem unpraktisch ist.)

Nummer 5: GODIS!
Schweden sind bekannt für ihre Süßigkeiten und da muss ich sagen: Zurecht! In jedem Supermarkt - und sei er noch so klein - gibt es eine Wand, an der man sich seine eigene Tüte mit den unterschiedlichsten Süßigkeiten zusammenstellen kann. Lakritz, Schokolade, Weingummi ... wirklich, was das Herz begehert. Auch dort muss man ein wenig ausprobieren, bis man dann die besten Sorten für sich herausgefunden hat, aber ich liebe es neue Süßigkeiten auszuprobieren. Klar gibt es auch abgepackte Sachen, aber wieso sich mit einer Sorte zufrieden geben, wenn man alles nach Belieben mischen kann?
Bewertung: 5 von 5 Sternen.

Das war's dann auch erstmal wieder von mir. Es gibt hier noch einige andere Dinge, die ich eigentlich noch mal ausprobieren müsste. "Surströmming" kennen sicherlich auch einige als typisch schwedisch, wobei ich mich da nicht wirklich traue, den zu probieren. Falls ich aber doch noch ein bisschen was zusammengesammelt habe, wird es noch mal so einen Beitrag geben.

Puss och kram
Jojo

Montag, 28. Oktober 2013

[Auslandssemester] Svensklektion

Hej allihopa,

Hier gab es ja jetzt schon länger nichts mehr Neues und wenn ich ehrlich bin, weiß ich auch nicht so richtig, was ich schreiben soll. Es gibt nicht viel zu erzählen. Ich gehe zur Uni, in die Bibliothek, trinke Kaffee mit Freunden oder shoppen. Nicht wirklich Dinge, auf die man näher eingehen müsste, oder?

Aber ich hatte trotzdem eine Idee: Ein bisschen Schwedisch für Anfänger.
Nun ja, wer dann jetzt schon keine Lust mehr hat, kann ja einfach das kleine Kreuz oben rechts in der Ecke anklicken und ist befreit. Für alle anderen: Viel Spaß! (oder so.)


Hej kennt wohl jede, der schon einmal bei Ikea war. Nicht gerade das schwerste Wort und man hört es hier immer. Gleichzeitig heißt es aber nicht nur "Hallo", sondern auch "Tschüss". Einfach oder? Ein Wort für zwei Begrüßungen. Läuft.
Und wer ein bisschen cooler sein möchte, grüßt mit Tjena (was allerdings nicht als Verabschiedung funktioniert).

Und nun kommen wir zum wichtigsten Wort: Tack (Danke). Wer sich in Schweden nicht bedankt, der wird schon etwas seltsam angeschaut und steht nicht gerade hoch im Kurs. Also immer schön für alles bedanken und gern auch mit Tack så mycket (Vielen Dank.)
Da ist es ja, das bolle-å, das eigentlich wie ein normales "o" ausgesprochen wird. Es findet sich in einigen Worten wieder und manch einer weiß nichts damit anzufangen, aber es ist gar nicht so schwer auszusprechen.
Und wo wir gerade bei den Höflichkeitsformen sind, kommen wir auch gleich zum Wort für "bitte". Var så god. (Hier muss man dazu sagen, dass "rs" im Schwedischen wie ein deutsches "sch" ausgesprochen wird. Schweres Wort, was? Gleich so eine komische Ausspracheregel und dann auch noch das Sonderzeichen å. Vad jobbig! (Wie anstrengend!))

Alle, die den Blogeintrag gerade lesen, sprechen höchstwahrscheinlich fließend tyska (deutsch) und leben in Tyskland (Deutschland). Einige können sicherlich auch noch engelska (englisch) und alle können jetzt einige Begriffe auf svenska (schwedisch).

Eine Sache, die man auf keinen Fall außer Acht lassen sollte und die wahrscheinlich auch bereits jeder weiß, ist, dass die Schweden sich duzen. Ebenfalls ein bereits bekanntes Phänomen (Ikea lässt grüßen). Ich dachte, ich erwähne das noch einmal, weil in einigen Reiseführern doch tatsächlich die "Sie"-Form abgedruckt ist.
Möchte man also fragen, wie es jemandem geht, sagt man: Hur mår du?
Und natürlich gibt's auch hier eine etwas coolere Version, nämlich Hur är läget? (Wie ist die Lage?) oder auch gern mal nur Läget?.
Antworten kann man darauf natürlich ganz unterschiedlich, aber am einfachsten ist es wohl zu sagen, dass es einem ganz gut geht. Bra, tack. (Und natürlich darf auch hier das Danke nicht fehlen.)

Das reicht vielleicht erstmal für den ersten Post und je nachdem, wie das hier jetzt ankommt, kommt es vielleicht noch mal einen weiteren Teil. Vielleicht will der ein oder andere ja noch mal etwas mehr wissen und hat bestimmte Wünsche.
Ich hoffe, ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt.

Kram// Jojo


Das sind die "gelernten" Wörter: 
Hej - Hallo/Tschüss
Tjena - Hallo (umgangssprachlich)
Tack - Danke
Tack så mycket - Vielen Dank
Var så god - Bitte
tyska - deutsch
Tyskland - Deutschland
engelska - englisch
svenska - schwedisch
Sverige - Schweden
Hur mår du? - Wie geht's dir?
Hur är läget?/Läget? - Wie ist die Lage?/Wie geht's? (umgangssprachlich)
Bra, tack. - Mir geht's gut, danke.
allihopa - alle zusammen
Kram - Umarmung

Mittwoch, 25. September 2013

[Auslandssemester] Ein Tag in Malmö

Hej ihr Lieben,

Heute gibt es mal wieder ein paar Bilder. Letzten Freitag stand ein kleiner Malmö-Trip.

Von Växjö nach Malmö. Eine Fahrt von 2 Stunden und natürlich: Der Zug hatte Verspätung. 

Ein Gebäude in der Altstadt. Im unteren Teil war eine Apotheke drin. Spannend! 

Heyho, wir brauchen Rum, Rum, Rum! Die Piraten lassen grüßen. 

Wenn man in Malmö ist, darf der Turning Torso natürlich nicht fehlen. 

Und hier die Öresundbrücke. Von Kopenhagen hat mir nur wenig gesehen, leider. 

Malmö Centralstation by night!


Mittwoch, 18. September 2013

[Zeug] Alles neu macht der ... September?

Hej ihr Lieben,

Nun ist es endlich soweit: Das neue Layout ist da.
Was sagt ihr?

Im Gegensatz zum letzten Layout ist es sehr schlicht, aber mir gefällt es wirklich sehr gut. Was ich besonders toll finde, sind die kleinen Kreise an der rechten Seite der Posts, in denen die Kommentare angezeigt werden.

Danke noch mal an die liebe Tin von Traumseele. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und meine seltsamen, teilweise sicher nicht einfach umzusetzende Vorstellungen verwirklicht hast und sie eingebaut hast ♥

Der Banner ist momentan noch der alte, den ich schon beim alten Design gehabt habe. Ich finde, dass er sehr gut zum Rest passt, aber vielleicht werde ich in den nächsten Tagen auch da noch mal versuchen, einen selbst zu basteln. Aber erstmal bleibt er so stehen.

Liebe Grüße
Jojo

Dienstag, 17. September 2013

[Zeug] Von eReadern, Challenges und Co


Hej ihr Lieben,

Wie ihr ja jetzt schon alle wisst, habe ich hier länger keine Post mehr in Richtung Bücher eingestellt. Aber trotzdem heißt das nicht, dass ich nicht mehr lese. Ich lese sogar noch ziemlich viel. Meine Lese-Challenge bei Goodreads habe ich bald geschafft. 40 Bücher in diesem Jahr. Und eventuell schaffe ich sogar mehr als die 40, die ich mir vorgenommen habe.

Aber wieso es keine Buchvorstellungen und Rezensionen und all das gibt?
Ich weiß schlichtweg nicht, was ich schreiben soll. Mir gefallen viele Bücher wirklich sehr gut, ich bewerte sie auch immer bei Goodreads oder mittlerweile auch bei Booklikes, aber irgendwie kann ich meine Meinung kaum noch in richtige Worte packen. Vielleicht klappt das ja bald mal wieder.

Was ist eigentlich mit dieser "Rory Gilmore Challenge"?
Ja, die möchte ich eigentlich immer noch gerne fertigstellen. Aber da sich auf der Liste über 300 Bücher finden, geht das nicht gerade schnell voran. Und ich muss gestehen, dass ich in letzter Zeit überhaupt nicht darauf geachtet habe, auch mal zwischendurch ein Buch von der Challenge-Liste zu lesen. Aber ich habe mir fest vorgenommen auf meinem neuen eReader ein paar Klassiker zu lesen, die ich dann von der Liste streichen kann. Also, auch da soll es weiter gehen. Aber ich denke, da wird es keine Posts zu geben. Es wird meist alles mit in solche "Zeug"-Posts gepackt.

eReader mit selbstgemachter Tasche
Und nun zum eReader:
Nach langem hin und her habe ich mich endlich für einen eReader entschieden. Gerade, weil ich jetzt in Schweden bin und vielleicht mal ein deutsches Buch lesen möchte (nicht nur vielleicht, sondern auf jeden Fall).  Und da das Porto so unverschämt teuer ist, weiche ich auf ebooks aus. Wobei auch diese verdammt teuer sind.
Ich habe mir einen KoboTouch gekauft. Vielleicht kennen einige ihn und ich muss sagen, dass ich wirklich sehr zufrieden bin. Bis jetzt gab es noch keinerlei Probleme, nur PDF-Dokumente kann ich mir nicht sonderlich gut anschauen. Das ist immer ein ziemlich Krampf, weil das mit der Einstellung der Schriftgröße nicht so richtig klappt. Aber gut, dann lese ich halt wenig bis gar keine PDF-Dokumente. Das ist okay, weil ich ihn mir nicht dafür gekauft habe.

Jetzt möchte ich noch eine letzte kleine Sache ankündigen. Bald gibt es nämlich ein neues Layout. Die liebe Tin von Traumseele hat sich dazu bereit erklärt, mir ein neues Layout zu basteln und ich bin mal gespannt, was dabei herauskommt. An den Header muss ich mich in den nächsten Tagen auch mal setzen.

Und das war's auch erstmal von mir.
Liebe Grüße
Jojo

Noch Fragen? Immer man her damit! In den Kommentaren ist ne Menge Platz.

Samstag, 14. September 2013

[Auslandssemester] Schloss Teleborg


Hej san,

Heute habe ich nicht viel zu erzählen, sondern wollte einfach nur ein paar Bilder zeigen. Und wie schon der Titel sagt, werden es welche vom Schloss Teleborg sein. Es ist direkt am Campus und wenn man jpggen geht oder in die Stadt läuft, kommt man eigentlich immer daran vorbei, beziehungsweise sieht man auch immer die Türme des Schlosses, wenn man über den Campus läuft. Ich habe nur Bilder von außen, da es eigentlich ein Hotel ist und ich nicht weiß, in wie weit man dort einfach so hineingehen kann, aber in der nächsten Woche ist dort im Schloss eine kleine Willkommensfeier, zu der ich gehe. Dann gibt's vielleicht noch mal ein paar Bilder von innen.

Außerdem erledige ich mit diesem Beitrag noch eine Aufgabe. Das sollte ich vielleicht erklären. Eine Freundin hat mir einige Aufgaben gestellt, die ich nach und nach erledigen soll. Unter anderem habe ich schon ein schwedisches Buch gekauft, eine schwedische Krone "gesammelt" und eben das Teleborg-Schloss besucht. Eine weitere ist jetzt, dass ich von diesen Aufgaben hier auf meinem Blog berichte und ich dachte, das lässt sich gut mit den gemachten Bildern vom Schloss verbinden.

Ich hoffe, dass euch die Bilder gefallen.

Liebe Grüße aus dem Ikea-Land.
Jojo





Montag, 2. September 2013

[Auslandssemester] Ni klarar det!


Hej,

nun ist also die erste Woche hier schon beinahe vorbei und ich dachte, ich lasse mal von mir hören. Außerdem haben die Kurse hier angefangen und jetzt geht es richtig los.

In den letzten Tagen war bereits ein bisschen was an Programm und wir hatten unseren Orientierungstag, bei dem alle Auslandsstudenten in einem Raum saßen und sich Vorträge von den unterschiedlichsten "Parteien" hier anhören konnten. Es war ganz gut, weil man dann alle Informationen kompakt zusammen hatte, aber es war auch irgendwie etwas ermüdend. Eine kleine Führung über den Campus, der wirklich riesig ist, wäre eigentlich ganz cool gewesen. Nun ja. Der Plan muss dann reichen und man muss sich selbst irgendwie zurecht finden.

Und heute war dann auch gleich um 10 mein erstes Kursetreffen.
Hier funktioniert das alles ein bisschen anders, als ich es in Deutschland gewöhnt bin. Ich habe nur einen einzigen Kurs, der aber 30 Punkte (högskolepoäng) gibt. Man hat in der Woche meistens zwei Vorlesungen und muss sehr viel in Heimarbeit machen. Texte lesen, Diskussionsfragen vorbereiten und vieles mehr. das größte Problem ist dazu noch: Es wechseln ständig die Räume und hin und wieder auch die Tage. Mein Kurs ist zum Beispiel auch in vier unterschiedliche Einheiten aufgeteilt und die werden alle von anderen Dozenten unterrichtet. Wir haben die ersten vier Wochen die erste Dozentin, dann ist für der Teil eine Prüfung dran (in diesem Fall ein kleiner Aufsatz). Danach kommt ein neuer Dozent für vier Wochen und nach den vier Wochen ist für den Part auch eine Prüfung angesetzt und das wiederholt sich dann noch zwei Mal. Verständlich?
Nun ja, es hat etwas gebraucht, bis ich das nachvollziehen konnte und ich finde es immer noch etwas komisch, nur zwei Mal die Woche für jeweils zwei Stunden zur Uni zu müssen und den Rest der Zeit "frei" zu haben. Aber ich glaube, das, was man zu Hause machen muss, ist nicht gerade wenig.
Vor allem ist mein Kurs mit einem für schwedische Studenten zusammengelegt, das heißt, es wird nur Schwedisch gesprochen und das in einem Tempo. Es ist nicht immer einfach, alles zu verstehen, aber ich hoffe, dass ich mich noch besser "einhören" werde. Und gerade wegen meinem Schwedisch bin ich ja her gekommen, also ist das sicher eine sehr, sehr gute Übung.


Aber nun genug über die seltsamen Kurse, beziehungsweise den seltsamen Kurs, den ich belegt habe.
Nun zur VIS (Växjö International Students): Das ist die Organisation, die sich hier um uns kümmert und jede Menge Programmpunkte und Fahrten organisiert. Freitag geht es zum Beispiel zum allerersten Ikea. Vad kul!
Und ich werde Ende September nach Gotland fahren. Die gotländischen Bildsteine haben wir bereits in manchen Kursen an der Uni Köln kennen gelernt und sie dann mal in echt zu sehen, ist bestimmt ziemlich cool. Ihr wollt wissen, was das für Dinger sind? Wikipedia macht's möglich.
Ansonsten wird auch noch eine Fahrt nach Lappland angeboten, die ich hoffentlich auch mitmachen kann. Ich wollte schon immer mal das Polarlicht sehen und Ende November/Anfang Dezember hat man angeblich schon ne gute Chance es zu sehen. Und auch eine Fahrt mit einem Hundeschlitten ist bestimmt total klasse. Und wer weiß, was da noch so geplant ist. Aber dazu später, wenn ich selbst wie es ablaufen wird, mehr.

Was die Überschrift heißt? Ihr schafft das!
Das war der Satz, mit dem meine Dozentin mir und einer anderen Studenten Mut zusprechen wollte, als wir Bedenken äußerten, ob wir den Kurs wohl bestehen würden. Immerhin ist mein Schwedisch nicht gerade perfekt ...

Liebe Grüße von einer etwas überforderten, aber halbwegs glücklichen
Jojo

Mittwoch, 28. August 2013

[Auslandssemester] Hej Sverige!



Hej san!

Ich habe hier ja wirklich schon länger nichts mehr gepostet und jetzt gibt es gleich eine ziemlich große Neuigkeit. Momentan schreibe ich aus Schweden und dort werde ich wohl auch die nächsten vier Monate verbringen und dieser Blog soll ein bisschen als Reisetagebuch hinhalten.

Viel gibt es noch nicht zu berichten. Die Fahrt mit dem Zug war erstaunlich gut. Zum Glück hat alles mal ohne Verspätungen geklappt. Das Zimmer ist auch nicht schlecht, ein Studentenwohnheim halt und ansonsten bin ich hier ein bisschen durch die Gegend gewatschelt und habe mir alles ein bisschen angeschaut.

Ich hoffe, euch werden die Beiträge hier trotzdem noch gefallen und ich wünsche euch allen noch ein bisschen Sonne. Genießt sie, wer weiß, wie lange das noch anhält. Der Herbst kommt bekanntlich schnell.

Liebe Grüße
Jojo

Freitag, 24. Mai 2013

[TAG] Eine Schnitzeljagd durch mein Bücherregal

Hej ihr Lieben,

Schon länger gab es jetzt nichts Neues mehr von mir. Irgendwie habe ich ziemlich viel andere Dinge (vor allem für die Uni) am Hut und weiß zusätzlich nicht so genau, was ich bei einigen Rezensionen schreiben soll. Demnach gab es jetzt länger nichts mehr zu lesen.
Ich hoffe aber, dass es sich jetzt bald wieder ändern wird.

In diesem Post geht es um einen TAG, den ich von Tin von Traumseele bekommen habe. Es wird eine kleine Schnitzeljagd durch das Bücherregal gemacht. Eigentlich funktioniert das am besten als Video, aber da ich so was nicht gut kann, bekommt ihr die Fotos der Bücher, die ich für die Aufgaben herausgesucht habe.




















Eigentlich müsste ich diesen TAG ebenfalls weiter geben, aber da ich weiß, dass er viele schon erreicht hat, gebe ich ihn einfach mal an alle weiter, die ihn gerne einmal machen wollen. Vielleicht macht ja auch irgendjemand ein Video :)

Sonntag, 28. April 2013

[TAG] Persönliches


Hej zusammen,
Ich wurde von der lieben Krys von Traumweltenwandlerin getaggt. Ich musste neun persönliche Fragen beantworten und hier kommen auch schon meine Antworten.

1. Welches ist dein größtes Laster?
Ich schiebe alles auf. Wirklich alles. Zählt das überhaupt als Laster? Egal! Wenn ich auf irgendetwas keine Lust habe, dann schiebe ich es vor mir her. Der Berg wird immer größer und plötzlich fällt dann auch mal etwas herunter und ich bekomme ein bisschen Panik, dass er komplett zusammenbricht. Erst wenn das geschieht, fange ich etwas zu erledigen. Schrecklich ...

2. Wer ist dein Vorbild? 
Mhm, das ist eine schwere Frage. Ich glaube nicht, dass ich ein richtiges Vorbild habe. Ich bewundere Menschen, die etwas außergewöhnliches geleistet haben oder etwas mit ihrem Handeln zum Guten wenden konnten. Aber eine bestimmte Person kann ich da nicht nennen. 

3. Wenn du dir eine Zauberkraft aussuchen dürftest, welche würdest du wollen?
Zeitreisen wäre schon irgendwie cool. Aber praktische wäre es auch, wenn mit einem Schnipsen die lästige Hausarbeit erledigt wäre. Zum Beispiel Geschirr spülen, Wäsche waschen und bügeln, putzen etc. Ja, ich weiß, dass ich faul bin.
Aber ich glaube, am liebsten würde ich mich glaube ich unsichtbar machen können. Dann könnte man hier und da mal Mäuschen spielen, das wollte ich schon immer mal machen.

4. Was bedeutet Glück für dich?
Für mich gibt es nicht das "perfekte Glück", beziehungsweise das "ewig andauernde Glück". Dafür gibt es einfach im Alltag zu viele Dinge, die schief laufen können. Aber es ist schön, wenn man immer wieder ein paar Momente hat, die einen glücklich machen und sei es nur ein Lächeln von einem Passanten auf der Straße, das vielleicht nicht mal einem selbst gegolten hat. Diese kleinen Momente sollte man meiner Meinung nach so gut es geht genießen und schätzen.

5. Ist das Glas halbvoll oder halbleer?
Halbvoll. Ich denke schon, dass ich ziemlich positiv eingestellt bin und versuche allem etwas Gutes abzugewinnen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Aber das ist normal.
Witzigerweise sage ich im alltäglichen Sprachgebrauch immer, dass das Glas "halbleer" ist. Hat das etwas zu bedeuten? :D

6. Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Bei solchen Fragen tue ich mich immer etwas schwer. Ich könnte jetzt sagen, ich wünsche mir einen guten und spaßigen Job, ein Haus, eine Familie, ein Auto, blablabla. Naja. Ich weiß es nicht, wir werden sehen, wo ich dann sein werde ;)

7. Dein größtes Erfolgserlebnis ist ...?
Ich glaube, dass ich mein Abitur geschafft habe. Darauf bin ich schon irgendwie stolz und ohne das Abi hätte ich jetzt nicht das machen können, was ich jetzt mache.

8. Wie lautet dein Lebensmotto?
Ah, ich weiß es nicht ... Ich glaube, ich habe kein Lebensmotto. Es gibt so viele Sprüche, die ich schön finde und die ich hier wohl einfügen könnte, aber einen expliziten habe ich leider nicht. Vielleicht: Just follow your heart and keep smiling. 

9. Was inspiriert dich?
Da gibt es eine Menge Dinge: Musik, Filme, Bücher, Kunstwerke, Fotos, etc.
Es muss mich einfach irgendwie begeistern können und mein Interesse wecken.

Es hat Spaß gemacht, die Fragen zu beantworten, auch wenn es manchmal gar nicht so einfach war und ich ein bisschen überlegen musste, aber sei's drum. Eigentlich müsste ich jetzt noch jemanden taggen, aber da der TAG schon etwas älter ist, werde ich ihn jetzt einfach mal so stehen lassen und wer die Fragen noch beantworten möchte, darf das natürlich gerne tun. :)

Dienstag, 23. April 2013

[Buchvorstellung] Stephen King - Shining

Eine sehr alte Ausgabe - wie ihr sehen könnt
Originaltitel: The Shining
Seitenzahl: 624 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN:
978-3434130085

Inhalt:
Jack Torrance, Schriftsteller, nimmt einen Job als Hausmeister im Overlock-Hotel an. Dieses Hotel liegt irgendwo in den Rocky Mountains und ist im Winter selbst mit einem Schneemobil nur noch schwer zugänglich.
Zusammen mit seiner Frau Wendy und seinem Sohn Danny möchte Jack den Winter in dem Hotel verbringen, doch es geschehen seltsame Dinge, die nicht nur Danny Angst machen.

Meine Meinung:
Dieses Buch stand schon lange auf meiner Leseliste, erst recht nachdem ich den Film gesehen hatte. Da ich mich als kleiner Stephen King-Fan outen muss, war es natürlich ein weiterer Grund, weshalb ich dieses Buch unbedingt mal lesen musste. Jetzt war es also so weit.

Und ich wurde auf keinen Fall enttäuscht.
Jack, der vorher als Lehrer gearbeitet hat, musste lange Zeit mit seiner Alkoholsucht kämpfen und sein eines Schreib-Projekt lässt ihm auch keine Ruhe. Um wenigstens noch irgendwie an Geld zu kommen, nimmt er den Job im Overlock-Hotel an und hofft dort, seiner Familie wieder näher zu kommen und sein Stück fertig zu schreiben. Aber man kann sich denken, das dies alles nicht so verläuft, wie es sein soll. Immerhin sprechen wir hier von Stephen King.
Durch den kleinen Danny, der immer wieder Vision hat, bekommt man auch ziemlich schnell einen Einblick, was einen erwartet. Nicht ganz genau, aber es werden genug Andeutungen gemacht, so dass man immer wieder weiter lesen möchte, auch wenn King mal wieder eine etwas langatmige Passage zwischen schiebt.
Ja, die gibt es wie in jedem Stephen King-Buch, das ich bis dato gelesen habe, auch in diesem hier. Wobei sie hier nur wenig gestört haben. Dadurch erfährt man einfach noch viel mehr von den Charakteren, deren Gefühle und Gedanken und kann sich als Leser ein viel besseres Bild von der kompletten Situation machen, in der die Familie sich befindet.
Der Autor schafft es durch dieses klare Bild, das ich hatte, auch den Wandel der Charaktere perfekt einzuleiten und schlüssig durchzuführen. Vor allem in diesem Fall Jack Torrance.

Außerdem spielt Stephen King auch in diesem Buch wieder mit einigen übernatürlichen Szenarien, aber auch die fügen sich in das Gesamtbild wunderbar ein und wirken überhaupt nicht fehl am Platz.
Was mir an dieser Stelle besonders gut gefallen hat, ist die Verwischung der Grenzen zwischen Traum, Wirklichkeit und Wahnvorstellung. Man muss als Leser irgendwie selbst entscheiden, was nun zu welchen Dingen gehört, ist sich vielleicht selbst irgendwann nicht mehr sicher, weil man ebenfalls in den Fängen des Overlock-Hotels gefangen ist und schon hat das Buch einen in den Bann gezogen.
Ein weiteres Detail, das mir sehr gefallen hat, ist der Perspektivenwechsel. Man erhält die unterschiedlichsten Einblicke in das Geschehen, wodurch es vielleicht noch plastischer und echter wirkt. Wendy, Danny, Jack und Dick Hallorann (der Koch des Overlocks) zeigen dem Leser alle ihre Gedanken und Gefühl und vor allem zum Ende hin bringt dieser Wechsel zwischen den Figuren zusätzlich Spannung ein.

Fazit:
Ein spannendes Buch mit tollen Charakteren und einer soliden Geschichte über ein selstsames Hotel irgendwo in  den Bergen. Durchaus eins der starken Werke von Stephen King und ich möchte es wirklich nur wärmsten empfehlen. Für alle, die spannende und etwas abgedrehte Bücher mögen, ist dies genau das richtige.
Von mir gibt’s 4,5 von 5 Sternen, aufgrund der doch hin und wieder etwas langen Passagen.

Sonntag, 7. April 2013

[Buchvorstellung] Yann Martel - Schiffbruch mit Tiger


Originaltitel: Life of Pi
Seitenzahl: 382 Seiten
Verlag:
Fischer
ISBN:
978-3596156658

Inhalt:
Pi Patel ist der Sohn eines indischen Zoobesitzers.
Als der Zoo seines Vaters umziehen soll, geht das Schiff aus ungeklärten Gründen unter und Pi findet sich mit einer Hyäne, einem Orang-Utan Weibchen, einem Zebra und einem bengalischen Tiger auf einem Rettungsboot wieder.
Bald sind nur noch Pi und der Tiger Richard Parker an Bord und erleben eine unglaubliche Reise über den Ozean. 

Angst ist der einzige echte Feind des Lebens. Nur Angst kann das Leben bezwingen. Angst ist ein kluger, raffinierter Gegner, das weiß ich aus Erfahrung. Sie kennt keine Moral, akzeptiert kein Gesetz und keine Konvention, sie ist unerbittlich. Sie sucht sich bei jedem den schwächsten Punkt und findet ihn ohne Mühe. Sie beginnt ihren Angriff im Kopf, immer.

ACHTUNG! Es sind Spoiler enthalten!
Meine Meinung:
Als ich den Film im Kino gesehen hatte, war für mich sofort klar, dass ich auch das Buch lesen muss. Eine so unglaubliche Geschichte, die in einem Film schon super dargestellt wurde, muss doch auch in einem Buch wunderschön beschreiben sein.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich bin immer noch begeistert von der Geschichte, den Charakteren, dem Schreibstil.
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, in dem der erste sich um Pi Patels Vergangenheit dreht. Er gibt dem Leser die unterschiedlichsten Informationen zu Zoos im Allgemeinen und zu dem seines Vaters, in dem er mit seinem Bruder aufwächst. Man erfährt, wie er als Junge wegen seines Namens - Piscine Molitor Patel - gehänselt wurde und wie er sich den Spitznamen Pi Patel erkämpft hat. Und das wichtigste wahrscheinlich in diesem Teil sind die vielen Passagen zur Religion, denn Pi ist Hindu, Christ und Muslim.
Vielleicht wirken diese Erklärung für manche etwas langatmig, aber ich finde, dass Martel es hier ganz klar mit seinem Stil wieder wettmacht. Ich finde einfach, dass er auch längste Erklärungen interessant gestaltet und so schön umschreibt, dass man sich wünscht, es würde nie aufhören.

Und was für eine. Das Erste, was mich fesselte, war, dass sie so unglaublich war. Was? Die Menschen sündigen, und Gottes Sohn zahlt die Zeche dafür? Ich stellte mir vor, wie Vater zu mir sagte: »Piscine, heute hat sich ein Löwe in die Lamagrube geschlichen und zwei Lamas gerissen. Gestern musste ein Rehbock dran glauben. Vorige Woche haben zwei von ihnen ein Kamel gefressen. Die Woche davor waren es Marabus und Graureiher. Und wer weiß, wer wirklich unseren Goldhasen geholt hat. So geht das nicht weiter. Es muss etwas geschehen. Die Löwen können ihre Sünden nur büßen, wenn sie als Nächsten dich fressen«
»Das hast du Recht, Vater, das ist ja nur logisch und vernünftig. Ich wasche mir noch eben die Hände.«

Noch passender ist der Stil dann später, wenn Pi auf dem Rettungsboot mit Richard Parker gefangen ist und dort Schildkröten und Fische fängt, den Tiger versucht zu dressieren und eine wundersame Insel entdeckt.
Die ganze Zeit fiebert man mit Pi mit, verliert die Hoffnung, sobald auch er wenig Hoffnung verspürt und gewinnt sie neu, wenn er sie wiederfindet. Pi ist ein Charakter voller Mut, Kraft und Hoffnung und ich habe ihn wirklich dafür bewundert. Immer wieder habe ich mir gedacht, dass ich das nicht schaffen würde, wenn ich an seiner Stelle gewesen wäre.
Ein weiterer Charakter, der mir wirklich sehr ans Herz gewachsen ist, ist Richard Parker. Wie verwunderlich, war er doch zeitweise Pis einziger Begleiter.
Nein, aber ich hatte auch zwischenzeitlich wirklich das Gefühl, dass es sich bei Richard Parker nicht um einen Tiger handelt, sondern um einen Menschen. Man hat einfach diese starke Beziehung, die Pi zu ihm aufgebaut hat, nachvollziehen können. Ein weiteres Detail, das Martel sehr gelungen ist und sicherlich nicht gerade einfach. Denn hätte der Tiger keinen Charakter gehabt, wäre das Buch wohl nicht sonderlich interessant gewesen.

Ein weiterer sehr interessanter Punkt: Ist alles Fiktion oder ist es Pi wirklich so passiert? Martel hat es geschafft, dass ich die Geschichte geglaubt habe, dass ich ihm jedes noch so seltsame Detail abgekauft habe und vollkommen gefangen war.
Zum Ende erzählt Pi noch eine zweite Geschichte - ohne Tiere. Welche nun die „wahre“ Geschichte ist, kann jeder Leser für sich entscheiden. Viel interessanter finde ich die Parallelen zwischen den Figuren der beiden Geschichte. Jedes Tier das in Pis erster Geschichte eine Rolle spielt und auf dem Boot gefangen ist, kann mit einem der Menschen der zweiten Geschichte gleichgesetzt werden. Ein Phänomen, das mit wirklich sehr gut gefallen hat.    

Gibt es ein abscheulicheres Verbrechen als den Walfang?

Fazit:
Insgesamt kann ich das Buch wirklich empfehlen. Jedenfalls an alle, die eine unglaubliche Geschichte mit einem schönen Stil lesen möchten. Leute die Spannung und Action mögen, sollten lieber die Finger von dem Buch lassen. Es ist spannend, aber auf eine ganz andere Weise als ein Krimi oder Thriller.
Von mir gibt es fünf von fünf Sternen.

Freitag, 29. März 2013

[Zeug] Von Konzerten, Ostern und Co.


Für ein bisschen Frühling im Herzen
Und mal wieder gibt es einen kleinen Post von mir über ein paar Dinge aus meinem sogenannten "Real Life".

Der März neigt sich dem Ende zu und dieser Monat war schlicht und einfach einer, der voll gestopft war mit Konzerten. Also für meine Verhältnisse zumindest, denn eigentlich gehe ich - wenn es hochkommt - zwei Mal im Jahr auf eines. Diesen Monat alleine war ich bereits auf drei Konzerten. Anfang des Monats stand ein Sunrise Avenue-Konzert an, zu dem ich auch näheres in einem einzelnen Post geschrieben habe.

Bild von einer Freundin aufgenommen
Am Samstag war es dann soweit und es ging nach Oldenburg zum Konzert von Cro.
Ja, genau, ihr habt richtig gehört. Es ging zu dem singenden Panda und ich fand es wirklich super. Es waren 8000 Leute - oder so etwas in der Art -, also es war richtig, richtig voll. Wir standen relativ mittig in der Halle und wenn meine Größe auch sonst kaum Vorteile hat, ist sie für Konzerte perfekt. Ich kann so ziemlich immer etwas sehen. Es war eine wirklich super Stimmung und Cro ist live auch schon echt klasse. Ich werde wohl immer wieder auf eines seiner Konzerte gehen. 

Als Vorband ist SAM aufgetreten. Eine noch etwas unbekanntere Band, die aber auch auf einigen großen Festivals dieses Jahr spielen wird. Und ich habe diese Band ebenfalls lieben gelernt und war mit einer Freundin gleich an diesem Donnerstagabend auf einem kleinen Festival hier in Osnabrück, auf dem SAM aufgetreten sind. Es war ein sehr kleiner Kreis und man konnte mit den unterschiedlichen Künstlern Fotos machen und sich sogar unterhalten - sofern das bei der lauten Musik um einen herum überhaupt möglich war. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, wenn auch alles sehr spontan geplant war.

Etwas überbelichtet ... Sam and me
Hier ein paar Eindrücke der Musik, die die beiden Brüder machen:
Liebe zur Musik & Und ich sag & Jukebox
Auf ihrer Website kann man sich außerdem kostenlos ihr Mixtape herunterladen. Es lohnt sich wirklich: www.samswelt.de

Und ein Thema, das wohl alle beschäftigt. Alle, die jedenfalls nach draußen schauen und in Deutschland wohnen. Es hat wieder geschneit, jedenfalls an vielen Orten. Der Schnee bleibt zwar nicht mehr überall liegen. Aber trotzdem. Ich möchte Frühling. Dabei waren doch schon einige wunderschöne Tage dabei und dann gibt es noch einmal solch einen Rückschlag. Ich meine, ich liebe Schnee, aber irgendwann Ende März reicht es selbst mir und ich möchte einfach mal wieder mit einer etwas dünneren Jacke nach draußen gehen. Wahrscheinlich würde ich mich mittlerweile über einen Regenschauer freuen, einfach weil es etwas anderes ist, als dieses ständige Weiß da draußen ...

Eine winzige Kleinigkeit, die natürlich auch nicht fehlen darf und ein bisschen Eigenwerbung betrifft. Ich habe zusammen mit der Tin von Traumseele einen kleinen Fotoblog eröffnet. Es war eine sehr spontane Aktion und bis jetzt ist auch noch nicht so viel passiert. Aber wir hoffen beide, dass wir durch diesen kleinen Blog wieder ein bisschen mehr zu unserem gemeinsamen Hobby finden - nämlich dem Fotografieren. Motive gibt es ganz unterschiedlicher Art zu sehen und wir hoffen beide, dass einigen unsere Bilder gefallen werden.
Den Blog findet ihr hier: Zwei Blickwinkel

Gibt es denn bei euch noch ein bisschen was zu Ostern? Müsst ihr vielleicht sogar immer noch eure Süßigkeiten suchen, wie früher, weil vielleicht kleine Geschwister oder Nichten/Neffen in der Familie dabei sind?
Liebe Grüße und ein wunderschönes Osterfest