Samstag, 15. Dezember 2012

[Filmvorstellung] Der Hobbit. Eine unerwartete Reise

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Originaltitel: The Hobbit - An Unexpected Journey
Erscheinungsjahr:
2012
Laufzeit: 169 Minuten
Altersfreigabe: ab 12 Jahren freigegeben

Inhalt:
Bilbo Beutlin (Martin Freeman) lebt ein ruhiges Leben in seiner Höhle unter dem Bühl im Auenland, bis plötzlich Gandalf (Ian McKellen) vor seiner Tür steht und wenig später auch 13 Zwerge. Unter ihnen Thorin Eichenschild (Richard Armitage), der mit seinen zwölf Begleitern das Königreich seines Großvaters, das von dem schrecklichen Drachen Smaug zerstört und nun bewacht wird, zurückerobern möchte und dafür noch ein weiteres Mitglied benötigt. Nur widerwillig stimmt Bilbo zu und schon bald findet er sich in einem Abenteuer wieder, in dem er auf Trolle, Elben, Orks, Warge, Adler und viele weitere freundliche und unheimliche Kreaturen trifft. 


Meine Meinung:
Wie so viele andere habe auch ich mich sehr auf den Film gefreut und allein schon dem ersten kleinen Filmtrailer entgegen gefiebert. Als ich diesen dann gesehen habe, wusste ich, dass der Film eigentlich nur gut werden konnte. Kurz bevor ich dann ins Kino gegangen bin, haben mich jedoch Zweifel befallen. Was wäre, wenn der Film doch nicht so gut sein würde? Immerhin wurden einige neue Techniken ausprobiert und teilweise hört man, dass diese nicht sonderlich positiv rübergekommen sind. Was ist, wenn ich mir einfach zu viel verspreche und vor allem zu sehr mit dem Buch vergleiche?
Als ich dann aber aus dem Kino gegangen bin, war in meinem Kopf nur ein Wort, um den Film zu beschreiben: Wahnsinn!

Ich kann sagen, ich bin wirklich total begeistert vom Hobbit. Meine hohen Erwartungen, die sich durch das Lesen des Buches kurz vor Erscheinen des Film nur verstärkt haben, wurden nicht enttäuscht. Natürlich war der Film an einigen Stellen anders als die Buchvorlage von Tolkien, aber man hatte das Gefühl, dass es trotzdem noch zusammengehört. Man hat die verschiedenen Geschehnisse auch im Film, es weicht nicht alles vollkommen von der Vorlage ab, was ich sehr positiv finde, da es immerhin eine Buchverfilmung sein soll.
Da es sich hier aber um eine Film-Trilogie handelt und das Buch doch nur knapp 300 Seiten hat, komme ich auch gleich zu dem Punkt, der vielleicht vielen Angst machen könnte: Langatmigkeit.
Diese war in meinen Augen kaum vorhanden. Zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass alles etwas schwer in Gang kam, vor allem als Gandalf und die Zwerge bei Bilbo waren und ihm die Situation erklärten und als sie die Reise dann antreten und mit ihren Ponys durch die Gegend reiten. Aber ich fand es nicht sehr störend und schiebe dieses Empfinden auch ein bisschen auf meine frische Erinnerung an das Buch, wodurch ich einfach die Hintergründe alle genau kannte und sie nicht unbedingt noch erklärt haben musste. Für andere sind diese Szenen wahrscheinlich unabdingbar, deshalb gibt’s von mir in dieser Hinsicht keine Abzüge.

Zu den Schauspielern kann ich nur sagen, dass sie wirklich alle perfekt passen. Vor allem Martin Freeman passt wie die sprichtwörtliche Faust aufs Auge. Er ist perfekt als Bilbo, ich habe ihm seine Rolle vollkommen abgenommen und er flößt dem kleinen Hobbit noch etwas persönliches hinzu. Die Mimik, die Gestik, die Ausdrucksweise. Alles passt zu Bilbo und seiner Figur. Verhalten, etwas ängstlich, aber gleichzeitig neugierig und nach einiger Zeit auch mutig.
Das gleiche kann man von den Zwergen sagen. Obwohl es ziemlich viele Figuren sind, bekommen sie doch alle ein Gesicht und auch wenn man vielleicht nicht jeden mit Namen benennen kann, sind sie doch alle als Figur präsent und vor allem eben diejenigen, die näher in den Fokus gerückt werden.
Zu den Schauspielern, die bereits in Herr der Ringe zu sehen sind, kann ich leider nichts sagen. Ich habe die Filme nie gern gesehen und auch überhaupt nicht alle komplett geguckt. Aber sie waren in diesem Fall auch super. Vor allem Gollum hat mir als Figur auch einfach super gut gefallen und Andy Serkis hat ihn mehr als gut dargestellt.

Meine Überleitungen sind nicht immer sehr gut, deshalb komme ich jetzt einfach direkt zur Musik. Sie war einfach richtig klasse und ich hatte sie danach noch lange im Kopf. Sie hat die verschiedenen Situationen und Geschehnisse perfekt untermalt und unterstrichen und hat mich als Zuschauer nur noch mehr in die Abenteuer und in die Welt hineingezogen. Allein wegen der Musik sollte man sich den Film schon ansehen und er verdient es durchaus im CD-Regal zu stehen, wenn ihr mich fragt.

Als letztes möchte ich noch etwas zu einem Kritikpunkt sagen, der bei einem zehn-minütigem Preview auf der CinemaCon in Las Vegas laut wurde: Die Aufnahme von 48 Bildern pro Sekunde (statt der üblichen 24) lässt alles zu scharf und farbintensiv wirken.
Laut Warner war die Postproduktion zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig abgeschlossen. Peter Jackson selbst führte an, dass man sich wohl erst an diese Art Bildaufnahme gewöhnen müsse und dafür zehn Minuten wohl kaum ausreichen.
Ich muss sagen, mir ist das so kaum aufgefallen.. Mir schien der Film vollkommen normal, nur zu Beginn, als die Stadt Thal gezeigt wurde, waren für mich die Farben sehr intensiv, was vielleicht aber auch Absicht war, um so den Reichtum der Stadt darzustellen und um klar zu machen, dass es ein Ereignis aus einer weit zurückliegenden Vergangenheit ist. Das kann ich natürlich nicht beurteilen, vielleicht war zu dieser Zeit - wie Jackson sagt - mein Auge noch nicht an diese Art von Aufnahme gewöhnt und musste sich erst darauf einstellen. Aber wenig später waren die Farben in meinen Augen so intensiv wie in jedem anderen Film auch.

Fazit:
Insgesamt kann ich sagen, dass mir der Film außerordentlich gut gefallen hat und ich ihn am liebsten gleich noch einmal sehen würde und dann direkt danach auch den zweiten und den dritten Teil. Die Welt und die Figuren im Zusammenspiel mit der Musik haben mich vollkommen gefangen genommen, auch wenn ich ihn nicht in 3D gesehen habe. Ich kann ihn wirklich allen empfehlen, auch denjenigen, die die Herr-der-Ringe-Trilogie nicht so überzeugt hat. Der Hobbit ist einfach etwas ganz anders, auch wenn es die Vorgeschichte des bekannten Epos ist.

Zum Schluss noch ein kleiner Eindruck vom Soundtrack. Ich hoffe, er gefällt euch so gut wie mir. 
 

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