Sonntag, 28. Oktober 2012

[Filmvorstellung] Das Kind



Bildquelle

Produktionsjahr: 2012
Laufzeit: 118 Minuten
Altersfreigabe:
ab 16 Jahren

Inhalt:
Simon (Christian Traeumer), ein zehnjähriger Junge, glaubt, er wäre in einem früheren Leben ein Mörder gewesen und beauftragt den bekannten Strafverteidiger Robert Stern (Eric Roberts).
Anfangs glaubt Stern dem todkranken Jungen kein Wort, ist dafür umso erstaunter, als dieser ihn wirklich zu einer Leiche in einem Industriegebiet führt. Fünfzehn Jahre soll diese bereits dort gelegen haben, und es ist nicht der einzige Tote, den Simon dem Anwalt zeigt. Schon bald findet sich Stern in einem Fall wieder, den die Polizei schon lange vergeblich versucht aufzudecken.

Trailer

Meine Meinung:
Schon lange habe ich die Planung und später die Produktion des Filmes verfolgt, was durch die Facebook-Seite sehr gut möglich war. Außerdem habe ich mich auch an der Fan-Aktion beteiligt und bin dementsprechend namentlich im Abspann erwähnt, eine Aktion zu der ich nicht Nein sagen konnte. Allein deswegen hat der Film vielleicht schon einen Stein bei mir im Brett. Aber auch sonst schien er mir durchaus sehr gelungen.
Leider konnte ich bis jetzt noch nicht das Buch von Sebastian Fitzek lesen, was ich allerdings nach dem Film so schnell wie möglich nachholen möchte.

Die Geschichte an sich war spannend und mitreißend. Der Film kam einem, trotz seiner Länge, nicht langweilig vor, da immer wieder irgendetwas passierte, von dem man mitgerissen wurde und auch das Ende war - jedenfalls für mich - überhaupt nicht vorhersehbar, was bei Thrillern doch sehr wichtig ist.
Die Handlung war verworren, aber nicht so sehr, dass man ihr nicht folgen konnte, wenn man während des Films ein wenig aufgepasst hat. Hinzu kommt das Thema der Kinderpornographie, die aufgegriffen wird und dem Ganzen einen sehr bitteren Beigeschmack gibt. Der Film setzt dieses Thema gnadenlos um und nimmt in dieser Hinsicht kein Blatt vor den Mund. Eine Sache, die ich ihm sehr hoch anrechne, da bei solch schwierigen Themen oft alles verharmlost wird.
Auch die Schauspieler haben mir sehr gut gefallen. Sie haben schon miteinander agiert und man hat ihnen ihre Rolle vollkommen abkaufen können. Besonders der kleine Christian Traeumer in der Rolle des Simon hat mir sehr zugesagt. Er hat seinen Charakter überzeugend dargestellt, was in dieser Art sicherlich nicht immer ganz einfach war.
Was mir leider nicht ganz gefallen hat, war die Zusammensetzung von Stern und Carina Freitag. Mir schien die Schauspielerin Sunny Mabrey etwas zu jung neben Eric Roberts. Aus irgendeinem Grund konnte ich mich damit nicht wirklich anfreunden, was allerdings auch Geschmackssache sein dürfte.

Eine weitere, sehr gelungene Sache waren die Kamerabilder und die verschiedenen Techniken die eingesetzt wurden. Wer den Film gesehen hat, weiß sicher genau, was ich meine. Man hat gemerkt, dass man sich darüber sicherlich Gedanken gemacht haben muss, denn vor allem die Bilder durch ein Nachtsichtgerät haben die Szenerie in ein ganz besonderes Licht getaucht. Und auch viele der unterschiedlich eingefügten Erinnerungsfetzen wirkten gut überlegt und schön eingefädelt in das Gesamtbild. Ein großes Lob da an den Kameramann Kim Howland.

Fazit:
Insgesamt hat mir der Film sehr gut gefallen und ich kann ihn wirklich nur empfehlen. Leider läuft er nur in einigen ausgewählten Kinos Deutschland, aber wer die Möglichkeit hat, ihn zu sehen, sollte ihn sich wirklich anschauen und die Chance nicht verpassen.
Von mir bekommt der Film 4,5 von 5 Sternen.

Kommentare:

  1. Ich bin schon gespannt, ob und wann ich den Film auch sehen kann :)
    Bin ja noch skeptisch, ob er mir nach dem Trailer wirklich gefällt.
    Alles Liebe von der Lesegiraffe
    http://lesegiraffe.blogspot.de/

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    1. Hast du denn das Buch gelesen?
      Ich bin jedenfalls gespannt, was du am Ende sagen würdest. :)

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