Donnerstag, 29. März 2012

[Buchvorstellung] John Grisham - Die Firma


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Originaltitel: The Firm
Verlag: Heyne Verlag, 8. Auflage (1994)
Seitenzahl: 560 Seiten
ISBN: 978-3-453-07117-9

Inhalt:
Die Anwälte der Kanzlei Bendini, Lambert & Locke sind sich einig: Mitchel Y. McDeere ist genau der richtige Mann, den sie brauchen. Er ist einer der besten Absolventen der Harvard Universität, frisch mit Abby verheiratet und wird von dem luxuriösen Lebensstil begeistert sein. Aber der Traumjob entpuppt sich ziemlich schnell als Alptraum, denn bald wird ihm klar, dass es in der Firma nicht immer mit rechten Dingen zugeht. Noch dazu nimmt das FBI zu Mitch Kontakt auf und schon bald steht er auf der Firmen-Liste der zu eliminierenden Personen ganz oben.

Meine Meinung:
Die Firma von John Grisham gehört wohl zu den bekanntesten Vertretern des Genres des juristischen Thrillers, nicht zuletzt durch den Film mit Tom Cruise in der Rolle von Mitchel McDeere.

Bereits zu Beginn steigt Grisham sehr spannend ein, führt den Leser aber trotzdem angenehm in die ganze Geschichte ein. Das etwas andere Bewerbungsgespräch von Mitch bei der Firma Bendini, Lambert & Locke, bei der er der einzige Bewerber ist und viel mehr nur aus Jux und Tollerei hingeht. Das Gespräch wirkt auf den Leser etwas seltsam, aber nicht absolut weit hergeholt und damit unmöglich, immerhin handelt es sich hier um eine besondere Firma, wie sie sehr schnell allein an dem versprochenen Gehalt selbst zeigen.

Besonders durch Mitchs verschiedenen Gedanken, die durchweg durch in die Geschichte einfließen, erhält man als Leser sofort einen guten Einblick in seinen Charakter, was ihm wichtig ist und dass er sich besonders zu Beginn sehr vom Geld lenken lässt. So wird die Entscheidung für die Firma auch schon schnell zur Selbstverständlichkeit.

Dazu kommen aber auch die verschiedenen anderen Charaktere, die immer wieder beleuchtet werden. Unter anderem Nathan Locke und DeVasher, die als obere Leiter der Firma zu den weniger beliebten Charakteren gehören. Da sie bereits früh im Buch erwähnt werden und der Leser Szenen aus deren Sicht erfährt, steigt schnell die Spannung.
Fragen wie: Was hat die Firma mit Chicago am Hut? Wer ist DeVasher überhaupt und was verfolgt er für ein Ziel? Wieso wurde Mitchel überwacht, als er das erste Wochenende in Memphis verbracht hat?

Durch diese und weitere Fragen wird das Lesen immer spannend gehalten und auch immer spannender, bis man dann hinter die ganzen Dingen kommt. Das interessant und sehr gelungene hier, ist, dass man es erst komplett erfährt, als Mitchel es von Tarrance erfährt. Dadurch ist man immer nur auf dem genauen Stand von Mitchel und kann sich viel besser in seine Gedanken finden.

Ich habe bis jetzt noch nicht viele Bücher in diesem Genre gelesen, muss aber sagen, dass hier die Spannung und die juristischen Passagen von den Anteilen genau richtig verteilt waren. Es wirkte nicht trocken und man konnte die komplexen Themen nachvollziehen, auch wenn man sich vielleicht nicht immer ganz genau auf das Geschriebene konzentriert hat.

Fazit:
Insgesamt kann ich das Buch wirklich allen empfehlen, die gerne einen juristischen Thriller der Meisterklasse lesen wollen. Denn ich denke, man kann diesen hier durchaus als einen bezeichnen. Die Charaktere, egal ob Haupt- oder Nebenrolle im Buch sind dicht und sehr gut konzipiert, auch wenn nicht unbedingt alle sympathisch sind. Dazu kommt die Spannung, die bis zum Ende erhalten bleibt und einige unvorhergesehene Wendepunkte in der Geschichte.

Ich gebe dem Buch fünf von fünf Sternen.

Samstag, 24. März 2012

[Filmvorstellung] Winter's Bone


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Stab und Besetzung:
Debra Granik (Regie)
Anne Rosselini (Produktion)
Jennifer Lawrence, John Hawkres, Lauren Sweetser, Garret Dillahunt, Dale Dickey, Shelly Waggener, Sheryl Lee


Inhalt:
Ree Dolly (Jennifer Lawrence) ist siebzehn Jahre alt und muss sich um ihre beiden jüngeren Geschwister und ihre depressive Mutter kümmern. Als sie vom Sheriff (Garret Dillahunt) erfährt, dass ihr Vater Jessup das Haus der Familie für die Kaution verpfändet hat und nicht auffindbar ist, macht sie sich auf die Suche nach ihm. Selbst der Familienclan der Miltons kann sie nicht aufhalten, obwohl er sie immer wieder warnt, bis es zu einer Auseinandersetzung kommt.



Informationen zum Film:
Die Vorlage für den Film ist der gleichnamige Roman von Daniel Woodrell. Der Autor wählte für den Film zusammen mit der Regiesseurin Debra Granik und der Produzentin Anne Rosselini die Schauplätze aus und machte sie mit den Einheimischen der Gegend bekannt.

Der Film wurde für mehrere Filmpreise, unter anderem für vier Kategorien bei den Oscars, nominiert und gewann einige davon, darunter den Preis für das beste Drama beim Sundance Film Festival.


Meine Meinung:
Der Film besticht vor allem durch seine Bilder und die unterschwellig spannende Geschichte. Wer in diesem Film actionreiche Szenen sucht, ist vollkommen falsch. Man sieht die Liebe zum Details bereits in der ersten Szene des Films. Die Schauplätze sind authentisch, was wohl auch daran liegt, dass die Häuser und Plätze nicht einfach in einem Studio aufgebaut worden sind. Die Besitzer haben teilweise sogar eine kleine Rolle bekommen und so dem Film noch ein bisschen mehr Authentizität verleihen, wie ich finde.

Der Blick auf die Situation der Familie von Ree wird nicht beschönigt und nur manchmal durch ein bisschen Humor durchbrochen, um den Zuschauern nicht vollkommen in der scheinbar hoffnungslosen Situation untergehen zu lassen.
Die Filmmusik trägt den Rest zur Stimmung bei. Sie ist durchgehend sehr melancholisch und gleichzeitig anders, als andere Filmmusik, die ich bis jetzt gehört habe. Sie passt perfekt in die Szenerie und lässt beim Zuschauer immer ein ungutes Gefühl zurück.

Jennifer Lawrence, die momentan in dem ersten Teil der Tribute von Panem-Trilogie zu sehen ist, spielt hier ein Mädchen, dass sich von niemandem einschüchtern lässt. Sie ist mutig, willensstark und möchte ihre Familien schützen. All diese Eigenschaften nimmt man Jennifer Lawrence sofort ab und bekommt von ihrer Figur einen besonders guten Eindruck, wenn sie mit den anderen Charakteren agiert.
John Hawks, der den Onkel von Ree spielt, ist eigentlich nur ein Nebencharakter, aber verkörpert trotzdem seine Rolle sehr gelungen. Er gibt der Geschichte noch einen bestimmten Geschmack, der manchmal von Angst und Respekt und dann wieder von Liebe zur Familie und zu seinem Bruder gezeichnet ist.


Fazit:
Mir hat der Film eigentlich durchweg gut gefallen, wenn man vom Ende absieht. Er ist spannend und kommt dabei ohne Effekte haschende Szenen aus und die Schauspieler, die teilweise ohne jegliche Erfahrung mitgespielt haben, sorgen zusammen mit den liebevoll ausgewählten Kulissen für eine Atmosphäre, die mich noch lange gefangen gehalten hat.


Freitag, 23. März 2012

[Filmvorstellung] The Hunger Games - Die Tribute von Panem


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Inhalt:
Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence) lebt in einem Land, das in zwölf verschiedene Distrikte aufgeteilt ist und von dem sogenannten Kapitol regiert wird. Zusammen mit ihrem besten Freund Gale Hawthorne (Liam Hemsworth) geht sie in der Umgebung von Distrikt zwölf jagen, um für ihre Mutter und ihre Schwester zu sorgen.
Bei der alljährlichen Ernte, bei der aus jedem Distrikt ein Junge und ein Mädchen ausgewählt werden, die als Tribute ins Kapitel reisen, wird Katniss’ kleine Schwester Prim (Willow Shields) aufgerufen und Katniss meldet sich freiwillig als Tribut. Zusammen mit Peeta Mellark (Josh Hutcherson) fährt sie ins Kapitel, um sich dort für die Hungerspiele vorzubereiten. Nur einer der 24 Jugendliche kann gewinnen und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod.

Englischer Trailer



Meine Meinung:

Ich habe schon mit Begeisterung die Bücher von Suzanne Collins verschlungen und war dementsprechend gespannt auf den Film.

Die meisten Elemente, die im Buch wichtig waren, sind übernommen worden, wodurch der Film zwar Überlänge hat, aber es lohnt sich.
Allen voran stehen die Szenen in der Arena, die mich immer wieder faszinieren konnten. Ich war gespannt darauf, wie sie übermittelt werden, immerhin bringen sich die verschiedenen Tribute gegenseitig um und wollen gewinnen. Die Szenen sind nicht zu brutal in meinen Augen. Genau richtig für die Alterklasse (FSK 12) und das Thema.

Auch die Kameraführung war interessant und passend. Zwischendurch war sie sehr wackelig, was immer wieder im Film auftaucht und mit anderen Mitteln kombiniert wird. Anfangs war die wackelige Kameraführung für mich noch etwas irritierend, wenn nicht sogar störend, aber gegen Ende wurde mir klar, wie wichtig sie für die Szenen war und sie dadurch noch unterstrichen haben.

Auch die Charakter sind alle sehr gut getroffen. Insbesondere Katniss wird von Jennifer Lawrence sehr gut besetzt. Ihre Rolle als starke junge Frau spielt sie sehr überzeugend. Und von Haymitch, dem Mentor der Tribute aus Distrikt 12, der von Woody Harrelson verkörpert wird, brauche ich gar nicht zu sprechen. Eine wunderbare Rolle mit einer tollen Besetzung.

Einen kleinen Kritikpunkt, den vielleicht Leuten auffallen könnte, die das Buch nicht gelesen haben, habe ich noch. Zu Beginn wird in ein paar eingeblendeten Textzeilen erklärt, wie es mit der Ernte und den Tributen vor sich geht. Das ist auch sehr wichtig, allerdings gibt es trotzdem ein paar Szenen, aus denen man als „Nichtwisser“ vielleicht nicht schlau wird. Was hat das Zeichen genau zu bedeuten, das die Leute aus Distrikt 11 und 12 in zwei Szene gegenüber Katniss machen? Und was genau ist mit dem Spotttölpel und der Brosche, die zu dem großen Symbol der Trilogie wird?
Diese Fragen werden kaum bis gar nicht geklärt und ich konnte mir nur aus den Hintergründen, die ich durch das Buch/den Büchern hatte, von allem ein genaues Bild machen, was schade ist, da besonders das Symbol des Spottölpels noch eine große Rolle in den weiteren Teilen spielt.


Fazit:
Alles in allem ist es ein sehr gelungener Film, den man sich anschauen sollte, auch wenn man vielleicht nicht das Buch gelesen hat. Man sollte sich dann einfach jemanden schnappen, der es gelesen hat, um ihn später mit Fragen löchern zu können.
Ansonsten bin ich als Leserin auch mit der Umsetzung sehr zufrieden und kann den Film nur empfehlen. Tolle Bilder. Tolle Schauspieler. Tolle Story.

Montag, 12. März 2012

Sunrise Avenue live in Münster

Am gestrigen Abend war es dann soweit. Der langersehnte Tag war gekommen und ich bin mit einer Freundin auf das Sunrise Avenue Konzert in Münster gefahren. Mein erstes richtiges Konzert meiner Lieblingsband.
Dementsprechend habe ich mich gefreut und ich muss sagen, die kurze Fahrt bis Münster und die lange Wartezeit, sowie das Geld für die Karten, haben sich wirklich gelohnt.
Es war einfach total super. Wir standen in der zweiten Reihe und manchmal hatte man das Gefühl, die Bandmitglieder schauen einen direkt an. Außerdem war es die letzte Show für diese Tour und dementsprechend wurde am Ende noch einmal richtig gefeiert.

Ich kann euch nur sagen: geht hin, wenn ihr die Gelegenheit habt!

Hier zwei Bilder und zwei meiner Lieblingslieder, das auch gespielt wurden.
Die Bilder sind leider nur sehr schlecht, weil ich einfach keine gute Kamera hatte, die sich ständig bewegt haben und man generell schlecht ohne die richtige Kameraausrüstung auf Konzerten Bilder machen kann ...


Samu und Riku zu Beginn der Show


Samu Haber


Forever Yours
Der Song ist schon sehr alt, aber ich liebe ihn nach wie vor und das Video ist ebenfalls sehr gelungen.

Sombody Help Me
Dies ist das 'neuste' Video der Band. Die dritte Single-Auskopplung und ebenfalls wunderschön. Auch live sehr schön anzuhören.